Mit «Stadi» nutzen bereits über 100 Fahrzeugimporteure den digitalen Weg
Seit seiner Einführung am 3. Dezember 2024 vereinfacht das neue digitale Angebot des Bundesamtes für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) den Arbeitsalltag der gewerblichen Fahrzeugimporteure. «Stadi» wurde entwickelt, um das Verfahren für die Einfuhr von Fahrzeugen zu vereinfachen, und wird bereits von über 100 Geschäftspartnern verwendet. Diese erste symbolische Marke ist der Lohn für die effektive Zusammenarbeit zwischen Bundesverwaltung und Wirtschaft.
02.04.2025, Yanis Gogniat
Eine effektive Zusammenarbeit
Der erfolgreiche Auftakt von «Stadi» ist das Ergebnis der engen Zusammenarbeit zwischen dem BAZG und den Pilotunternehmen. Während der Testphase wurden nahezu 15 000 Fahrzeuge abgefertigt, und es konnten dank der Rückmeldungen der Benutzerinnen und Benutzer noch Anpassungen an der Plattform vorgenommen werden.
«Die Rückmeldungen der Pilotunternehmen waren entscheidend für die Optimierung der Benutzererfahrung. Parallel dazu hat die Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) es ermöglicht, eine Lösung zu entwickeln, die alle administrativen Anforderungen erfüllt», erklärt Michael Allemann, der Projektleiter in Bern. Corina Burkhalter, Fachspezialistin beim BAZG, fügt hinzu: «Dank des nahezu täglichen Austauschs mit den Pilotunternehmen vor Ort konnten wir deren konkrete Bedürfnisse ermitteln und gleichzeitig unsere eigenen Verwaltungsprozesse verbessern. Von ‹Stadi› konnten also beide Seiten gleichermassen profitieren.»
Eine Zeitersparnis von «15–20 Minuten pro Lastwagen»
«Die Zusammenarbeit mit dem BAZG im Rahmen der Entwicklung von ‹Stadi› war sehr konstruktiv und auf optimale Lösungen ausgerichtet», betont Claudio Perez, Mitarbeiter bei der Wolffgramm AG, einem der Pilotunternehmen. Insbesondere hebt er die beträchtliche Zeitersparnis hervor: «Dank des neuen Systems müssen die Fahrerinnen und Fahrer beim Grenzübertritt nicht mehr systematisch den Zollschalter aufsuchen. Dadurch können 15–20 Minuten pro Lastwagen eingespart werden.» Nebst dieser Optimierung konnten auch gewisse Risiken (Verlust von Dokumenten sowie administrative Fehler) erheblich reduziert werden, was den Importeuren die Arbeit erleichtert.
Bei der NTG Gondrand Customs AG hebt man insbesondere die Einfachheit des Systems hervor: «Eine relativ kurze interne Schulung hat dafür ausgereicht, denn die Benutzeroberfläche kann einfach und intuitiv bedient werden», berichtet Carole Lagrange, die in Bardonnex für die Speditionsfirma arbeitet. Ebenso betont sie einen grossen logistischen Vorteil: «Da das Formular nun jederzeit online verfügbar ist, ist es nicht mehr nötig, dass wir unseren Kundinnen und Kunden jedes Exemplar eingeschrieben per Post zuschicken. Nebst der finanziellen Ersparnis für uns ist es auch ein zeitlicher Vorteil für sie, da sie damit das vollständig ausgefüllte und abgestempelte Formular unverzüglich erhalten.»
Potenzial noch nicht ausgeschöpft
Obwohl mittlerweile schon mehr als 100 Geschäftspartner «Stadi» verwenden, sucht ein beträchtlicher Anteil der Zollanmelder nach wie vor den Schalter auf. Das BAZG ermuntert daher die gewerblichen Importeure, sich zu registrieren, um von dieser modernen und effizienten Lösung profitieren zu können. Sobald sie registriert sind, erhalten die Unternehmen alle notwendigen Informationen, um ihren Zugang zu «Stadi» zu aktivieren und ihre alltäglichen Aufgaben zu vereinfachen.