Kreative Lösungsansätze für das KOSIT-Gelände

Was einst ein Ärgernis war, ist heute ein echter Blickfang: Auf den Hangar-Toren des KOSIT tauchten über die Jahre immer wieder unschöne Sprayereien auf. Ihre Entfernung ist mühsam und teuer – doch aus diesem Problem entstand eine kreative Idee. Warum nicht die leblosen Flächen in Kunst verwandeln?

11.12.2025, Alain Dulio

Wandbild KOSIT

«Über Jahre hinweg wurden die Hangar-Tore auf dem KOSIT-Gelände immer wieder mit sogenannten ‘Tags’ beschmiert. Anstatt diese jedes Mal aufwändig zu entfernen, was auch hohe Kosten verursacht, haben wir nach einer nachhaltigen Lösung gesucht, die auch ein wenig Farbe auf das Areal bringt», erklärt Roland Schmutz, Chef KOSIT (Kompetenzzentrum für Sicherheit, Intervention und Technik). «So entstand die Idee, eines der Tore in ein Kunstprojekt zu verwandeln.»

Roland Schmutz kontaktierte das nahegelegene Gymnasium Interlaken und fragte an, ob sie Interesse hätten, auf einem Hangar-Tor ein Kunstprojekt umzusetzen. Das Gymnasium willigte sofort ein und beschloss, daraus ein Weiterbildungsprojekt für die Lehrerschaft zu machen. Unter der Führung von Rahel Landolt, Lehrerin für Bildnerisches Gestalten, und gemeinsam mit Anika Rieben und Samuel Frutiger, beide ebenfalls Lehrer für Bildnerisches Gestalten, wurde die Idee für ein Graffiti-Kunstwerk weiterentwickelt. Damit das Projekt noch professioneller angegangen werden konnte, wurde der Graffiti-Experte Manuel Rohrer beigezogen.

«Wir wollten ein Sujet, das eine Verbindung zu unserem Areal, das ein ehemaliger Militärflugplatz ist, herstellt», erläutert Roland Schmutz die Wahl. «Gemeinsam mit dem Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) war die Wahl schnell getroffen.»

Im Sommer 2025 wurde das Projekt schliesslich umgesetzt. In nächtlicher Vorbereitung wurde das Motiv mit einem Beamer auf die Bunkertore projiziert, um die Umrisse zu zeichnen und in einer intensiven Woche zum Leben erweckt. Das Ergebnis: Ein beeindruckendes Wandbild an dem alle Freude haben.

Alle Beteiligten sind stolz auf das Resultat. Und auch die beteiligten Künstler möchten am liebsten weitermachen: Weitere Tore könnten folgen. Ein gelungenes Beispiel dafür, wie aus Vandalismus Kreativität und aus grauen Mauern Kunst werden kann.

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