Medikamente und Dopingmittel

Weniger Aufdeckungen bei Medikamenten. 

Illegal eingeführte Medikamente bergen Gesundheitsrisiken. Die gefährlichen Präparate werden häufig ohne Verpackung oder Beipackzettel geliefert, sind falsch dosiert oder enthalten nicht deklarierte Inhaltsstoffe. 

Die Zahl der sichergestellten Medikamente und Dopingmittel ist im Vergleich zu 2021 um 30,7 Prozent gesunken (2022: 7806; 2021: 11 263). 2022 hat das BAZG bei Swissmedic 6793 Sendungen mit Medikamenten und bei Swiss Sport Integrity 1013 Sendungen mit Dopingmitteln angezeigt. Wenig überraschend waren rund 79 Prozent der beschlagnahmten Medikamente Erektionsförderer, die meist im Postverkehr von Osteuropa oder Asien in die Schweiz gelangen. Ihr Anteil an der Gesamtmenge lag damit etwas höher als 2021 (77,3 Prozent).

Aufdeckungen (Anzahl Sendungen)

 

2020

2021

2022

Medikamente und Dopingmittel

7 486

11 263

7 806

davon Swissmedic gemeldete
Medikamentensendungen

6 733

9 421

6 793

Das BAZG prüft, ob es sich um zugelassene oder konforme Arzneimittel handelt und ob der für Privatpersonen zugelassene Monatsbedarf eingehalten wird. Bei einer verdächtigen Warensendung informiert das BAZG Swissmedic und hält die fragliche Sendung zurück. Bei Dopingmitteln gilt eine Nulltoleranz.

Am meisten beschlagnahmte Medikamente:

  1. Erektionsförderer (79 %)
  2. Schlaf- und Beruhigungsmittel (6 %)
  3. Hormone (inkl. Melatonin) (5 %)
  4. Nasensprays und Abführmittel (4 %)
  5. Antibiotika, Antiparasitika, antivirale Mittel (2 %)
  6. Schmerzmittel (1 %)
  7. Andere (3 %)

Herkunft der beschlagnahmten Medikamente:

  • Osteuropa (34 %)
  • Asien (ohne Indien) (27 %)
  • Westeuropa (26 %)
  • Indien (9 %)
  • Andere (4 %)
Medikamente
Medikamente dürfen nur für den Eigenbedarf in der Menge eines Monatsbedarfs eingeführt werden.
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